10 DINGE, DIE MAN TEILEN KANN

Benutzen statt besitzen ist die neue Devise, wenn es um viele Dinge des Alltags geht. Aber was genau kann man denn heutzutage alles teilen? Das Schwabinger Tor stellt einige vor:

Autos

Die ersten Carsharing-Angebote entstanden in Deutschland bereits Ende der achtziger Jahre des letzten Jahrtausends. Die Pioniere wie StattAuto, heute Greenwheels, oder Cambio waren stationsbasiert und oftmals von Vereinen aus ökologischen Beweggründen initiiert worden.
Mit den von Autoherstellern unterstützten, neueren Free Floating Angeboten wie DriveNow oder car2go fand die Idee auch breiten Einzug in die Köpfe derer, die nicht unbedingt die ökologischen Vorteile sehen, sondern vor allem die ökonomischen Vorzüge und die Flexibilität schätzen.
Mit Plattformen wie Autonetzer (mittlerweile drivy) und tamyca wurde auch das private Autoteilen ausserhalb des eigenen Bekanntenkreises möglich. Seit kurzem ist mit PaulCamper das gleiche Konzept auch in die Welt der Campingbusse eingezogen.

Wohnungen

WGs sind ja nun wirklich nichts neues mehr, relativ neu hingegen ist der Trend, seine Wohnung nicht dauerhaft, sondern nur zeitweise zu teilen. Wem es dabei ums Geld geht, geht zu airbnb, 9flats oder Wimdu. Wem es eher darum geht, Menschen aus aller Welt und ihre Kultur kennenzulernen, der ist bei BeWelcome oder Hospitality Club besser aufgehoben.

Fahrräder

In vielen deutschen Großstädten gehören mittlerweile die roten Call a Bike Räder der Deutschen Bahn oder die silberblauen Velozipeds von nextbike zum üblichen Stadtbild, so bei uns in München seit neustem ja auch die graublauen Bikes von MVG Rad. Auch international machen öffenliche Leihradsysteme Furore. Für Metropolen wie Paris, London oder New York gehören sie einfach zum guten Ton.
Und wer mal mehr zu transportieren hat, findet auch Lastenräder zum ausleihen.

Gärten

Manch einer hat einen einen Garten, den er nicht bewirtschaften kann oder will und umgekehrt gibt es gerade in Städten viele, die in Wohnungen ohne eigene Grünflachen leben. Über Garten-teilen kann man das richtige gegenüber finden. Oder man schließt sich einer Urban Gardening Community wie o’pflanzt is an.

Motorroller

Wem das Carsharing-Auto zu groß und das Leihrad zu anstrengend ist, der findet sich in der Mitte beim Motorroller wieder. Anbieter wie scoo.me, eMio oder Jaano bieten zum Teil sogar Modelle mit Elektromotor.

Essen

Der urbane Single kocht oftmals allein und will die Suppe dann nicht tagelang auszulöffeln. Dann kann man die Plattform foodsharing.de nutzen, die einen mit Leuten zusammenbringt, die gerne das verputzen, was man zuviel hat. Oder man trifft sich gleich zum gemeinsamen Kochen und Essen: Cooksocial, Yumwe, Cookasa oder Rudi rockt sind die richtigen Anlaufstellen.

Toiletten

Nach dem Essen muss das alles irgendwann mal wieder raus. Und wenn man dann nicht gerade zuhause ist, sondern in New York, kann man mit der App LOOIE sogar ein sauberes stilles Örtchen finden.

WLAN

Vor das einfache Teilen des eigenen WLAN-Netztes hat die Bundesregierung die Störerhaftung gesetzt, die den Anschlußinhaber für digitale Straftaten haftbar macht. Eine simple Möglichkeit, sein WLAN dennoch frei zugänglich zu machen, bietet die nichtkommerzielle Initiative Freifunk. Dazu musst Du nur einen zusätzlichen Freifunk-Router anschließen.

Werkzeug

Die meisten Werkzeuge benötigt man ja doch nur wenige Tage im Jahr. Daher möchte man sich vielleicht nicht gleich alles anschaffen. Die hin und wieder benötigte Bohrmaschine findet man entweder beim freundlichen Nachbarn oder bei Plattformen wie Fair leihen oder leihdirwas.

Bücher

Die gute alte Bibliothek ist im hier und jetzt angekommen und so kann man dort mittlerweile nicht nur dicke Wälzer, sondern auch ebooks ausleihen. Und wenn man sich doch mal ein Buch kauft, kann man es zum Bookcrossing aussetzen und auf die Reise schicken.