Der Podcast des Schwabinger Tors

Das tor zur urbanen zukunft

Sprechen wir über die Stadt der Zukunft. Wie wollen wir im urbanen Raum leben, wohnen, arbeiten? Darum geht es im Podcast des Schwabinger Tors.

Kommunikations­expertin Jacqueline Althaller und Zukunftsforscher Michael Carl sind im Gespräch mit Gästen. In jeder zweiten Folge lesen wir Texte der Menschen, die das Schwabinger Tor zu einem Stück urbane Zukunft gemacht haben.

Gesa Ziemer
Folge 1

Gesa Ziemer zeigt die Zukunft der Stadt – und das sehr konkret. Am City Science Lab in Hamburg entwickelt sie Tools, um Konsequenzen von Entscheidungen aufzuzeigen. Wenn wir dort ein neues S-Bahn-Gleis verlegen, hier eine Unterkunft für 300 Geflüchtete bauen, was geschieht dann?

 

Ziemer sagt: Ob eine Stadt ästhetisch ansprechend ist, ist nicht wirklich wichtig. Eine Stadt muss funktionieren, wir brauchen die resiliente Stadt. Im Gespräch mit Michael Carl und Jacqueline Althaller.

Folge 1 Gesa Ziemer

»Eine Stadt muss funktionieren, wir brauchen die resiliente Stadt.«

Prof. Dr. Gesa Ziemer

Andreas Garkisch & Robert WenkFolge 2

Das Schwabinger Tor in München steht auf dem Gelände des ehemaligen Münchner Großmarkts. Das vernachlässigte Areal in lebens- und liebenswerten Wohn- und Grünraum zu verwandeln, war oft ein hart umkämpfter Prozess. Der hat sich gelohnt, finden die Beteiligten im Rückblick.

 

Wie aus einer Vision ein neues Stück Schwabing wurde: Andreas Garkisch von 03 Architekten und Robert Wenk, Mitinhaber von ver.de Landschaftsarchitektur, haben ihre Erfahrungen in sehr persönlichen Texten reflektiert. In dieser Folge hören Sie eine nachgesprochene Collage daraus.

Folge 2 Andreas Garkisch & Robert Wenk

Wie aus einer Vision ein neues Stück Schwabing wurde.

Prof. Andreas Garkisch
Robert Wenk

Daniela BohlingerFolge 3

Daniela Bohlinger ist Head of »Sustainability in Design« bei der BMW Group. Nachhaltigkeit und Verantwortung beginnt für sie schon in Planung von neuen Produkten – bei Automobilen wie beim Umfeld der Mobilität: dem urbanen Raum.

 

Bohlinger sagt: Mobilität kann einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Stadt der Zukunft leisten. Und Mobilität, das ist mehr als neue Fahrzeuge. Die Mobilität muss auf Dauer flexibel sein und sich an die Bedürfnisse der Bewohner und der Umwelt anpassen können. Erst dann können wir von Nachhaltigkeit in einem zeitgemäßen Sinne sprechen. Ob das in heutigen Städten überhaupt realisierbar ist? Im Gespräch am Schwabinger Tor in München mit Michael Carl und Jacqueline Althaller.

Folge 3 Daniela Bohlinger

»Mobilität kann einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Stadt der Zukunft leisten.«

Daniela Bohlinger

Max Dudler & Elisabeth MerkFolge 4

Städtebau der Zukunft wird viel stärker unter den Aspekten Raum, Teilhabe, Architektur Energieeffizienz und Infrastruktur gedacht werden müssen – und deren Kombination. Gerade Wohn- und Lebensqualität wird von vielen Menschen vor allem in Form von ausreichend Raum und Teilhabe wahrgenommen. Das Quartier Schwabinger Tor in München will hier neue Möglichkeiten erschließen.

 

Ein Deep Dive in das Schwabinger Tor: Wie kann Lebensqualität in der Stadt der Zukunft erhalten und ausgebaut werden? Prof. Dr. Elisabeth Merk, Architektin und seit 13 Jahren Stadtbaurätin in München, und Max Dudler, mehrfach international ausgezeichneter Architekt, reflektieren in persönlichen Texten ihre Visionen einer lebenswerten Stadt der Zukunft und bringen diese in Einklang mit der individuellen Stadtgeschichte. Sie hören eine nachgesprochene Collage aus diesen Texten.

Folge 4 Max Dudler & Elisabeth Merk

Wie kann Lebensqualität in der Stadt der Zukunft erhalten und ausgebaut werden?

Max Dudler
Prof. Dr. (I) Elisabeth Merk

Emanuel MoonerFolge 5

Der Blick des Künstlers auf den urbanen Raum stellt unser gängiges Bild in Frage. Die Stadt ist voll, sie ist laut, bietet kaum Raum zum Atmen und Leben, für Kreativität und Entwicklung – oder ist nur unsere Wahrnehmung eingeschränkt? Der Münchner Künstler Emanuel Mooner sucht die übersehenen Ecken und überhörten Klänge der Stadt. Fast forschend erweitert er mit seinen Projekten unsere Perspektive. Emanuel Mooner im Gespräch mit Jacqueline Althaller und Michael Carl.

 

Schon 2016 war Emanuel Mooner am Schwabinger Tor tätig. Auch hier ging es um die verkannten Räume im urbanen Raum, als Teil der Ausstellung »Unort Tiefgarage«.

Folge 5 Emanuel Mooner

Der Münchner Künstler Emanuel Mooner sucht die übersehenen Ecken und überhörten Klänge der Stadt.

Emanuel Mooner

Thomas Rehn & Werner Lederer-PilotyFolge 6

Zukunftsorientierte Planungskultur im Städtebau bedeutet, die Stadt als lebendigen Raum zu sehen und nicht als Platz für beliebiges Wohnen. Sich öffnende Freiräume gehören ebenso dazu wie eine organische Mischung aus Gewerbe, Gastronomie, Büros und Wohnen – und das im steten Dialog auf Augenhöhe mit den Bewohnern. So entstand das Quartier Schwabinger Tor: als Gemeinschaftsprojekt von Wirtschaft und Leben.

 

Ein Rückblick auf die Entstehungsgeschichte des Schwabinger Tors: Wie wurde aus brachliegenden Räumen ein attraktives Quartier zum Arbeiten, Wohnen und Leben? Thomas Rehn, Stadtplaner und langjähriger Abteilungsleiter der Bauaufsicht der Stadt München, und Werner Lederer-Piloty, Architekt und Vorsitzender des Bezirksausschusses Schwabing-Freimann, erinnern sich in persönlichen Texten an die außergewöhnliche Entstehungsgeschichte des modernen Stadtquartiers mit Vorbildcharakter. Sie hören eine nachgesprochene Collage aus diesen Texten.

Folge 6 Thomas Rehn & Werner Lederer-Piloty

Wie wurde aus brachliegenden Räumen ein attraktives Quartier zum Arbeiten, Wohnen und Leben?

Thomas Rehn
Werner Lederer-Piloty

Claudius SchauflerFolge 7

Claudius Schaufler leitet das Kompetenzteam „Smart Urban Environments“ bei Fraunhofer IAO in Stuttgart. Mit seinem Team erforscht er die Straße der Zukunft und testet seine Konzepte in Reallaboren.

 

Sechs bis zehn Meter breit liegt der Asphalt zwischen den Häusern und ist uns als fest an den Verkehr vergebene Fläche so selbstverständlich, dass wir ihn kaum als Gestaltungsraum wahrnehmen. Dabei ist die Straße der wahrscheinlich größte Spielraum, über den wir im urbanen Raum verfügen. Wir müssen lernen, so Claudius Schaufler, die Straße als einen flexibel zu nutzendem Ort zu gestalten. Dabei fällt uns Flexibilität in der Stadt schwer. Wir gehen den Materialien auf den Leim, die Dauerhaftigkeit verheißen. Wir haben gelernt, die Stadt um Autos herum zu gestalten – und vergeben darüber das Potenzial, mitten in der Stadt in großem Umfang das zu erschließen, was scheinbar am knappsten ist: Raum.

 

Folge 7 Claudius Schaufler

»Es entsteht Freiheit, wenn wir den Raum ›Straße‹ neu interpretieren und ihn der Natur und den Menschen zurückgeben.«

Claudius Schaufler

Yves PeitznerFolge 8

Der urbane Raum wird zur Leinwand für die Kunst: Audiovisuelle Installationen, bei denen also Licht mit Ton reist, verändern typische Stadtgeräusche. Inmitten einer streng funktionalen Alltagskultur entsteht ein Angebot, das völlig losgelöst vom typisch urbanen Raum ist. Der Betrachter tritt direkt in Aktion und reagiert auf das sich veränderte Stadtbild. Ein Bild das individuell aufgeladen mit Bedeutungen ist.

 

Der Künstler Yves Peitzner, Creative Director und Gründer des Studios TISH verbindet – wie kein anderer – Technologie mit Raum und Mensch. Für ihn ist der urbane Raum Inspirationsquelle. Der enge Raum ist für ihn Erlebnis. 

»Welche Botschaften wollen wir in die Welt senden? Und wie kommen diese zu uns zurück?«

Yves Peitzner

Jens Libbe Folge 9

Jens Libbe ist promovierter Volkswirt und Sozialökonom und leitet den Forschungsbereich „Infrastruktur, Wirtschaft und Finanzen“ am deutschen Institut für Urbanistik in Berlin. Mit seinen Forschungsprojekten untersucht er unter anderem die Entwicklung unserer Städte hin zu digitalisierten Städten der Zukunft. Für ihn ist es wichtig, dass die „Zukunftsstädte“ weiterhin ihren europäischen Charme behalten und sieht die größte Herausforderung in der Digitalisierung der Stadt darin, Freiheit neu zu denken.

 

Was heißt es eigentlich für den urbanen Raum, wenn er „digitalisiert“ wird? Navigationsdienste leiten uns durch die Quartiere und geben uns die Erkundung der Stadt, ja das Erleben der Stadt vor. Verwaltungen werden immer digitaler und Online-Dienste treiben die Veränderung der Innenstädte und der Mobilität. Zeitgleich stehen uns mehr Daten über Dynamiken der Stadt zur Verfügung, die wir sowohl für adaptive und kluge Bauvorhaben sowie für eine zielgenauere Verwaltung nutzen können. Was macht das mit uns Bürgern? Wie sieht mit den heutigen Entwicklungen der Digitalisierung die Stadt der Zukunft aus? Und was würden wir anders machen, wenn wir heute eine Stadt komplett vom Reißbrett aus neu entstehen lassen könnten?

»Eine der Herausforderung bei der Digitalisierung der Stadt ist es, Freiheit neu zu denken.«

Jens Libbe

Benjamin David Folge 10

Die urbanauten setzen bereits vor der Pandemie eine Duftmarke – und zwar für ein neues urbanes Kulturgefühl, das die Stadt der Zukunft prägen wird. Im vergangenen Jahr haben sie sich dann noch einmal selbst übertroffen. Um für KünstlerInnen und Kulturschaffende eine Perspektive zu schaffen, hat das Team rund um Benjamin David 2020 kurzerhand den „Kulturlieferdienst“ ins Leben gerufen.

 

Benjamin David ist Gründer und Inhaber von die urbanauten und Vorsitzender des Münchener Kulturvereins Isarlust e.V. Der diplomierte Stadtgeograph bringt mit seinen Projekten Kultur erlebnisnah zu den Menschen und prägt damit seit über zwanzig Jahren die urbane Kultur Münchens. Für ihn sind Kunst und Kultur der Kondensationspunkt, der Menschen im öffentlichen Raum zusammenbringt.

»Kunst und Kultur sind der Kondensationspunkt, der Menschen im öffentlichen Raum, in der Stadt zusammenbringt.«

Benjamin David